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Rote Mauerbiene (Osmia bicornis)


Die Rote Mauerbiene ist mit 10-12 mm Größe (Weibchen) etwas kleiner als die Gehörnte Mauerbiene. Ihr Körper ist mit rötlich-braunen und am Hinterleib schwarzen Haaren besetzt. An Kopf und Brust sind Weibchen dunkel und die kleineren Männchen weißlich behaart. Die Rote Mauerbiene ist wegen ihrer enormen Anpassungsfähigkeit in ganz Europa verbreitet und lebt auch in Höhen über 1000 Metern. Diese Wildbienenart ist auch bei der Wahl ihrer Nistplätze sehr experimentierfreudig. Ihre Nester kann man in Gartenschläuchen, Türschlössern und sogar alten Mopedauspüffen finden. Sie schlüpft in der Natur meist vier Wochen nach der Gehörnten Mauerbiene im April und ist daher besonders gut für später blühende Kulturen geeignet.

Biologie der Mauerbiene

 

Nach der Paarung im Frühling sammeln die Weibchen Pollen und Nektar, um ihre Brut zu versorgen. Dazu reihen sie in natürlichen oder als Nisthilfe bereitgestellten Hohlräumen Brutzelle an Brutzelle und verschließen den Nesteingang mit einem dicken Lehmpfropfen. Mauerbienen haben nur eine Generation an Nachkommen pro Jahr. Das erwachsene Weibchen stirbt nach vier bis sechs Wochen. Sobald die Nachkommen aus dem Ei geschlüpft sind, ernähren sie sich vom bereitgestellten Pollen, wachsen kräftig und spinnen schließlich einen robusten Kokon. Darin verpuppen sie sich und entwickeln sich bis zum Herbst zu ausgewachsenen Mauerbienen. In diesem Stadium überwintern sie und sind bereit für die Bestäubung der ersten Blüten im neuen Jahr.

Ideale Insekten zur aktiven Bestäubung

Wir nutzen dieses Fortpflanzungsverhalten und überwintern die verpuppten Mauerbienen unter kontrollierten Bedingungen. Zuvor werden die Kokons sorgfältig von Parasiten befreit. Wenn Sie als Obstbauer die Mauerbienen zum Blütestart wieder als zuverlässige Bestäuber brauchen, liefern wir Ihnen in Absprache pünktlich zum Blütestart die schlupfbereiten Insekten.