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Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)

 

Die Weibchen der Gehörnten Mauerbienen werden wegen ihres dichten, schwarz-rostroten Pelzes und der relativen Größe (12-16 mm) leicht mit Hummeln verwechselt. Die kleineren Männchen sind durch weiße Gesichtsbehaarung gekennzeichnet. Die zwei kleinen Hörnchen der Weibchen geben dieser weit verbreitenden Wildbienenart ihren Namen. Die Männchen schlüpfen vor den Weibchen, meist im März, und überlassen ihnen nach der Paarung komplett das Brutgeschäft. Die frühe Schlupfzeit, hohe Blütentreue und Kälteunempfindlichkeit machen Gehörnte Mauerbienen zu idealen Bestäubern für früh blühende Steinobstkulturen.

 

Biologie der Mauerbiene

 

Nach der Paarung im Frühling sammeln die Weibchen Pollen und Nektar, um ihre Brut zu versorgen. Dazu reihen sie in natürlichen oder als Nisthilfe bereitgestellten Hohlräumen Brutzelle an Brutzelle und verschließen den Nesteingang mit einem dicken Lehmpfropfen. Mauerbienen haben nur eine Generation an Nachkommen pro Jahr. Das erwachsene Weibchen stirbt nach vier bis sechs Wochen. Sobald die Nachkommen aus dem Ei geschlüpft sind, ernähren sie sich vom bereitgestellten Pollen, wachsen kräftig und spinnen schließlich einen robusten Kokon. Darin verpuppen sie sich und entwickeln sich bis zum Herbst zu ausgewachsenen Mauerbienen. In diesem Stadium überwintern sie und sind bereit für die Bestäubung der ersten Blüten im neuen Jahr.

Ideale Insekten zur aktiven Bestäubung

Wir nutzen dieses Fortpflanzungsverhalten und überwintern die verpuppten Mauerbienen unter kontrollierten Bedingungen. Zuvor werden die Kokons sorgfältig von Parasiten befreit. Wenn Sie als Obstbauer die Mauerbienen zum Blütestart wieder als zuverlässige Bestäuber brauchen, liefern wir Ihnen in Absprache pünktlich zum Blütestart die schlupfbereiten Insekten.