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Entstehung der Honigbiene

Nach dem Hochzeitsflug kehrt die Jungkönigin in den Stock zurück. Pro Tag legt sie bis zu 1.500 Eier, jedes in eine eigene Brutzelle, die von den Arbeiterinnen vorbereitet wird. Drei Tage später schlüpft daraus eine kleine weiße Larve.

Sie wird bis zu 150 Mal pro Tag von den Arbeiterinnen mit Futtersaft, später mit Honig und Pollen gefüttert. Schon sechs Tage später hat die Larve ca. das 1.400-Fache des Schlüpfgewichts erreicht. Würde ein Menschenbaby so schnell wachsen, wäre es nach einer Woche so schwer und groß wie ein Nilpferd.

Jetzt verpuppt sich die Larve, nachdem eine Arbeiterin die Zelle mit Wachs verschlossen hat. Innerhalb von zwölf Tagen wird aus der Larve eine fertige Biene. Sie nagt sich durch den Wachsdeckel und schlüpft. So entsteht innerhalb von 21 Tagen aus dem Ei eine Biene.

Bei einer Königin dauert diese Entwicklung 16 Tage, bei Drohnen hingegen 24 Tage. Die Königin wird ausschließlich mit Gelée Royale gefüttert.

 
 

Die Nahrung der Bienen

Nektar

Nektar Bienen fliegen sehr gezielt schon aus großer Entfernung bestimmte Blütenfarben an, die ihnen reiches Futter versprechen. Sobald sie näher gekommen sind, weist ihnen ein verlockender Duft den Weg, der vom Nektar stammt.

Nektar ist eine wässrige Flüssigkeit, die reich an verschiedenen Zuckerarten ist und auch Mineralstoffe, Vitamine und Duftstoffe enthält. Er wird von Pflanzen in den Saftdrüsen, auch Nektarien genannt, ausgeschieden, um Tiere anzulocken. Diese befinden sich meist am Grunde der Blüte oder versteckt am Ende der Blütenröhre.

Oft erreicht die Biene den Nektar nur, wenn sie ihren Rüssel weit herausstreckt. Den Nektar sammelt die Biene im Honigmagen. Bis er gefüllt ist, muss sie oft viele hundert Einzelblüten anfliegen. Dann geht es zurück zum Bienenstock.

Hier gibt sie das gesammelte Futter wieder ab. Andere Stockbienen übernehmen es und verarbeiten es zu Honig weiter. Dabei entziehen sie dem Nektar Wasser und geben eigene Stoffe dazu, die den Honig haltbar machen.

Wenn der Honig reif ist, wird er in einer Zelle eingelagert. Damit der Honig nicht verdirbt, wird die Honigzelle luftdicht mit einem Wachsdeckel verschlossen. Honig dient als Futter für die Tiere während des Winters oder bei Schlechtwetterperioden.

 

Pollen

Pollen ist der Fachbegriff für den Blütenstaub. Er wird in den Staubbeuteln von Samenpflanzen gebildet, die an kleinen Stielen in der Mitte einer Blüte sitzen.

Sind die Staubgefäße reif, so platzen sie. Der Blütenstaub liegt dann offen und rieselt heraus. Sobald eine Biene mit dem Blütenstaub in Berührung kommt, bleibt dieser an den Härchen der Biene hängen.

 

Ist der Staubbeutel noch geschlossen, so beißt die Biene eine Öffnung hinein und kratzt mit den Vorderbeinen die Nahrung heraus. Ist der Haarpelz der Biene mit ausreichend Pollen bestäubt, so bürstet sie mit allen Beinen den Blütenstaub zum letzten Beinpaar. Dabei feuchtet sie den Pollen mit Nektar an. Zuletzt reibt sie die Beine so, dass je ein Pollenpaket an den Außenseiten der Beine, am Pollenkamm, hängen bleibt.

 

Mit der Last fliegt sie dann zum Bienenstock zurück, wo sie die Päckchen abstreift. Andere Stockbienen lagern den Pollen, der eine wichtige Nahrung für die junge Brut ist, in Waben ein.